Dieser Satz vom Begründer der Hypnotherapie, Milton Erickson, begleitet mich schon viele Jahre. Immer dann, wenn ich auf dem Weg bin in den Dramamodus abzudriften, rufe ich mir den Kern der Aussage von Milton Erickson in Erinnerung.

Die Energie fließt dorthin, worauf sich unserer Gedanken richten.

Viele Motivationstrainer und Lebenshilfe-Ratgeber haben sich dieses Satzes bereits bemächtigt, was alleine schon dafür spricht, dass an der Theorie irgendetwas dran sein muss.

Verkäufer sind davon abhängig, dass Sie eine positive und optimistische Grundhaltung haben. Wer kauft schon gerne bei einem miesepetrigen, schlecht gelaunten Verkäufer?

In den letzten Monaten fällt es jedoch sehr schwer, negative Dinge auszublenden, da durch Corona nahezu im Minutentakt neue Horrormeldungen verbreitet werden.

Wie soll man denn da positive Energie aufbauen, die man für den Vertrieb ja eigentlich so dringend braucht?

Letztendlich haben wir alle es aber selbst in der Hand, ob wir uns dem permanenten Mediengewitter aussetzen oder nicht.

  • Jeder hat die Wahl, ob man im Autoradio jede Nachrichtensendung und jede Reportage zu aktuellen Themen anhört oder nicht.
  • Jeder kann entscheiden, ob es sinnvoll ist, wenn man von drei verschiedenen Nachrichten-Apps permanent mit Eilmeldungen bombardiert wird.
  • Jeder kann selbst bestimmen, ob man sich abends, wenn man sich eigentlich dringend von dem anstrengenden Vertriebs- oder Managerjob erholen sollte, jede Nachrichten- und Sondersendung im Fernsehen konsumiert, die von Katastrophen und schlimmen Ereignissen nur so strotzen. Journalisten wissen, „only bad news are good news“.
  • Jeder kann selbst überprüfen, ob es einem gut tut, wenn man jede politische Talkshow verfolgt, in der Hoffnung oder Befürchtung, dass doch einmal einer der geladenen Experten, provoziert von dem Moderator, eine unbedachte und Schlagzeilen trächtige Sensationsaussage von sich gibt.

Als halbwegs gebildeter Mitteleuropäer sollte man sich natürlich über aktuelle Themen und Ereignisse informieren aber der Informationsgehalt nimmt nicht dadurch zu, dass man möglichst viele Nachrichtensendungen verfolgt. Irgendwann wiederholt sich alles, schafft Verwirrung und erzeugt genau das, was kein Mensch und besonders kein Verkäufer braucht.

Schlechte Stimmung, Ängste, negative Vibes und depressive Grundhaltung.

Tun Sie lieber das, was unter anderem der bekannte Psychologe Rolf Schmiel empfiehlt. Beschäftigen Sie sich mit angenehmen Dingen. Gehen Sie an die frische Luft und machen Sie einen Spaziergang oder eine Laufrunde durch den Park. Gerne auch mit Kollegen oder Familienmitgliedern aber bitte nicht mit Gesprächen über negative Themen.

Lassen Sie das Autoradio und den Fernsehen aus. Ich höre seit Monaten im Auto kein Radio mehr. Sehr wohl aber meine eigene Musik, die ich auf meinem Handy stets parat habe und die für jede Stimmungslage und Situation den passenden Soundtrack liefert.

Wenn Sie schon Fernsehen oder Netflix konsumieren, dann schauen Sie sich lustige, alberne oder spannende Filme, Serien oder Shows an oder bilden Sie sich gezielt weiter, mit interessanten Umwelt-, Geschichts- oder Politik-Dokus.

Nehmen Sie mal wieder ein Buch zur Hand und lesen Sie. Romane, Biographien von interessanten Menschen oder auch mal einen Ratgeber.

Und vor allem anderen. Kontrollieren Sie Ihre Gedanken!

Lassen Sie nicht zu, dass in Ihrem Kopf permanent düstere Zukunftsvisionen erscheinen. Wie sagt der Kölner so treffend: „Et hätt noch immer jot jejange“.

Es wird weiter gehen. Corona ist irgendwann vorbei und die meisten von uns werden dann auch noch da sein. Einiges wird sich verändern und einiges werden wir zu betrauern haben, das mag sein. Aber vieles wird auch wieder genauso werden wir vorher. Oder vielleicht sogar viel besser.

Freuen Sie sich auf die Dinge, die wir bestimmt schon bald wieder genießen können. Treffen mit Freunden, Konzerte und kulturelle Ereignisse, Volksfeste und großer Familienfeiern, Besuche im Freibad oder Reisen in ferne Länder. Wir können bald wieder unseren Lieblingssport ausüben und uns, wo immer wir gerade sind, in einem Biergarten oder Cafe nieder lassen. Ganz bestimmt.

Und auch unsere geschäftlichen und beruflichen Aussichten werden sich wieder verbessern. Wie ich uns Deutsche und Europäer einschätze, wird unsere Wirtschaft schon sehr bald wieder auf einen stabilen Wachstumskurs schwenken und auch die Branchen, die im Moment massiv leiden, werden sich erholen. Teils langsam, sicher, aber teils auch sehr rasant.

Stellen Sie sich genau diese Dinge vor und erzeugen Sie in Ihren Köpfen ganz deutlich Bilder von all den tollen Dingen, die schon bald wieder auf uns warten. Möglichst hell, groß und in leuchtenden Farben.

Das tut gut und hilft Ihnen, die momentane Zeit gut, gesund und zuversichtlich zu überstehen. Bleiben Sie gesund und positiv.

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Holger Steitz ist Trainer, Berater, Coach und Autor für Vertrieb und Kundengewinnung, Social-Selling, Führung und Verhandlungstechniken im B2B-Umfeld und der Kopf von SALE DIRECT. Er trainiert und coacht Führungskräfte und Mitarbeiter im Vertrieb und unterstützt mit seiner SALE DIRECT GmbH B2B-Unternehmen bei der Entwicklung und Optimierung von Vertriebsstrategien und bei der Umsetzung von Konzepten zur Neukundengewinnung für erklärungsbedürftige Produkte und Dienstleistungen.

Gerade ist im WILEY-Verlag sein neues Buch „Mach endlich Deinen Job“ erschienen.  Darin geht es um Zeitverschwendung, falsche Routinen und faule Ausreden im Vertrieb, aber natürlich auch um Auswege aus diesem Dilemma sowie die richtigen und zielführenden Maßnahmen für erfolgreichen und zeitgemäßen B2B-Vertrieb. Hier gibt es die kostenlose Leseprobe.

Das aktuelle E-Book von Holger Steitz, „Die ungefähr sieben ultimativen Tipps, um im Vertrieb zu scheitern“ können Sie hier kostenlos downloaden.